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Bereits
am Freitag gab es im K4 zu Nürnberg ein Konzert der Argies
aus Argentinien.
Für
mich sind ja Freitage immer ne harte Arbeit, irgendwie. Ich weiss
auch nicht, Freitags helfen mir meine besten Vorsätze nix,
da brennen mir immer die Alkoholischen Sicherungen durch... Naja,
war ja auch ein gutes Konzert... Die Vorband 0815, ach nee, 86150
aus Augsburg (glaub ich), gefielen mir nicht so besonders. Alles
ziemlich frickelig. Die Argies hatten da schon ein anderes
Kaliber, mein lieber. Nicht zu Unrecht behaupten manche das sei
Argentino-Clash. Straight rockig punkend aber hin und wieder auch
mal leichte Ska Töne eingeknüpft. Ich mag im großen
und ganzen keinen Ska, aber so lasse ich mir das auch schmecken.
Wie das Bier, so dass sich meine Erinnerung höchst nebulös
gestalten. Ich weiss nur noch das da am nächsten Tag ein
paar Bilder auf der Kamera, oder innen drinnen, ja klar, waren,
die ihr euch HIER:
 ansehen
könnt.
Samstag
Vormittag gings dann mit belegter Zunge ab Richtung Bamberg. Gut
das ich für sowas meinen Fahrdienst vom Herrn Mehdorn hab.
Mit schweineteurer Bahncard 50 kommt man halt auch ohne Auto so
ziemlich überall weit rum.
Bamberg
ist übrigens ne total hübsche Stadt, all denen gesagt
die da noch nicht waren, wie ich bis zu diesem Tag auch. Die
schicke Altstadt ist gut erhalten,wenn auch hier und da etwas
alt. Sie liegt auf einer Insel zwischen zwei Armen des örtlichen
Rheins, hat viel Wasser, barocken Kitsch, Kirchen, Krokusse (mir
fiel grad kein besseres K Wort mehr ein). Mein touristisches
Programm musste ich dann aber wegen vorsätzlichem und
langhanhaltendem Regen irgendwann doch einstellen, um mir ne
Unterkunft zu suchen. Das sollte sich als recht sinnvoll
erweisen, nicht nur weil trocken und ich ausschlafen
konnte,sondern auch weil ich am Ende des Konzerts mit keiner Bahn
der Welt wieder nach Nürnberg zurück gekommen wäre.
Das
Konzert am Abend fand dann mitten im grünen Dschungel statt.
Das war recht witzig als ich dort hin spaziert bin, denn
eigentlich dachte ich das da die Welt gleich zu Ende ist. Das
Bootshaus tauchte dann aber doch noch auf. Es liegt direkt am
Wasser, was für ein Bootshaus, wie mir scheint, auch nicht
die dümmste Idee ist. Anscheinend wird das Haus aber
vorwiegend für andere Veranstaltungen genutzt, ich nehm mal
nicht an das die diversen Pokale dort an den Wänden an Bands
verliehen wurden. Weiss man aber nicht, wie wir noch sehen
werden.
Das
Konzert war nämlich wohl sowas wie ne Abschlußveranstaltung
eines Fußballturniers. Das Publikum war zwar zahlreich,
aber anscheinend war das dann doch mehr sowas wie Dorfdisco oder
Party mit Bekannten. Nix gegen zu sagen, aber nicht nach meinem
Geschmack. Oder die waren einfach noch vom Fußballspiel gar
arg ausgelaugt, kann ja auch sein.
Gegen
ziemlich spät, ich war aber auch schon total früh dort,
wusste ja nicht ob ich das so leicht finde, betraten drei Herren
die Bühne die anscheinend jeder ein Lied spielen können.
Der dritte Herr hat sich das seinige aber freundlicherweise
gekniffen, so das die Knülche nach nur zwei, mich etwas
irritierenden Darbietungen, wieder runter waren von der Bühne.
Nach
einiger weiteren Zeit, inzwischen war auch die Discokugel aus dem
Partykeller der Eltern endlich funktionstüchtig und die
Bandenwerbung des Veranstalters aufgehängt (sowas braucht
ein Fußballfest), kamen dann die Lokalhelden der Panty
Liners auf die selbige, die Bühne.
(Die
Qualität der Photos ist leider voll für`n
Arsch, aber der Laden war auch übelst verraucht, also denkt
euch einfach mal das ist Qualm)
 Die
Panty Liners hab ich mal als Vorband von irgendwem im Z-Bau
gesehen. Damals fand ich die schon recht unterhaltsam, und sie
sind nicht schlechter geworden (Vorallem was auch den
Bühnenauftritt anbelangt).
Die
Sängerin erinnert mich von ihrer Stimme her ja total an
Jennifer Miro von den Nuns (und wenn ich das sage mein ich das
als dickes Kompliment), ner Band nämlich die bei mir hoch im
Kurs steht. Vom Outfit her aber wohl mehr an Becky Bondage (aber
in jünger!!).
 Gecovert
ham sie die Avengers, aber zu dem Vergleich würd ich mich
nicht unbedingt hineinreissen lassen wollen. Denn für
Avengers war das ganze dann doch zu New Wave`elig, zu wenig
gradausrockend. So einige der Songs fand ich zogen sich halt doch
etwas dahin, da hätte man ruhig kürzer und mit mehr
Schmackes kicken können. Aber die tauben Füße des
Publikums hattens dann trotzdem nicht verdient. Denn das war
nicht übel und ich hoffe doch die mal wieder hier in
Nürnberg sehen zu können. Gute Live Band.
Etwas
was man ja auch über die Battledykes schon öfter hören
konnte.
 Ich
hatte die aber bis dahin noch nie live zu sehen gekriegt
(genausowenig wie die Boonaraaas, weshalb ich ja auch extra nach
Bamberg bin) und ich muss sagen das war`s wirklich wert.
Sieht
man mal von den kleineren technischen Problemen am Anfang ab gab
das die volle Punktzahl.
 Witzig
auch wie die Sängerin der Kampfleseben das Ganze absolviert
hat. Wohl etwas genervt vom ruhigen Publikum (? dabei war das für
fränkische Verhältnisse doch fast schon Ekstase) kam
immer wieder mal die ein oder andere gehässige Bemerkung
über den Abstand zwischen Publikum und Bühne auf. Naja,
der Franke bleibt ja eher gelassen. Vor der Bühne tobte
dann auch hin und wieder, in immer größer werden
Abständen (faules Pack) ein für meinen Geschmack zu
heftiger Pogo. Wie üblich die paar
Möchtegernobercoolen Rotarschaffen denen es eine Freude zu
sein scheint den ganzen Rest des Publikums vertreiben zu wollen.
Da vorne war nun wirklich genug Platz. Aber deswegen zogen sich
halt immer mehr Leute im Publikum halt immer weiter in den
rießigen Saal zurück. Dumm das.
Ich
selbst bleib da ja immer auf meiner gewohnten Position Halblinks,
mehr oder weniger regungslos, stehen. Beine mit festem Halt,
Hände in die Hosentaschen, Bauch (oder was nach 5 Monaten
Diät davon noch übrig ist) rausgestreckt, und gehofft
das der ein oder andere Depp mal in meinem Ellbogen hängen
bleibt. Ich vermute eh das die jungen Herren die da rumtobten nur
deshalb so agressiv auftraten, weil sie vorher beim Fussball
vermutlich auf der Erstazbank Platz nehmen mussten, ihr Versager,
ihr.
Nunja,
vielleicht ist so ein Getue ja im Wilden (Ruhrpott) Westen
üblich, ich vermisse das normalerweise nicht. Für
manche ist eben das lockerflockige, elegante Fussballenwippen
Ausdruck höchster Begeisterung. Aber das soll ja auch jeder
halten wie er will. Basta Ende und Aus.
 Als
dritte Band des Abends, leider woren die Reihen jetzt noch mehr
gelichtet), kamen die Boonaraaas, aus auch da irgendwo da im
Westen.

 Aus
der Konserve kenn ich die ja schon lange, aber auch so frisch vom
Erzeuger dargeboten hat die Musik der drei Damen ne Menge zu
bieten. Zu viel wohl für die meisten Holzhackerbuam, denn
nun lies es sich auch vor der Bühne wieder gleich viel
besser aushalten.
Schöne
so a bisserl Beatbeeinflusster Powerpop eben... ach was sag ich
Depp. Wer die Boonaraas nicht kennt der gehört eh nicht
hierher auf diese merkwürdige Homepage.

 Irgendwann
gab es dann auch noch, so ist das bei internationalen Superstarts
halt üblich, einen kleinen, aber feinen
BandAiddotheyknowitschristmasallstarauftritt der Battlenaraas,
oder Boodykes.
 Insgesamt
war das ein auf jeden Fall überaus gelungenes Konzert. Zum
Ende war es gegen halbzwei geworden tun sein, (Biertechnisch
hatte ich mich nach den Freitagserlebnisses zum Glück
zurückgehalten) und ich war dann doch heilfroh die Nacht
nicht auf dem Bahnhof verbringen zu müssen. Hey, wozu geh
ich Arbeiten, da ist so ein Luxustripp nach Bamberg doch locker
drin. Bin ich Punker? Hab ich Hund?? Schlaf ich auf der Straße???
Fragen
die ich alle mit NEIN beantworten kann. Und deshalb ist das ganze
hier auch zu
ENDE.

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