PUNKROCK TOURISMUS in 2 Teilen

THE EPOXIES + The Transistors (29.05.04. Tübingen Tangente Night)

&

Mika Bomb + The HI TOPS + 200 Sachen (28.05.04 Stuttgart UNIversum)

Was tut man nicht alles um langweiligen Pfingstfeiertagen zu entgehen, an denen zudem noch keine Bundesliga mehr läuft...

Also Schminkköfferchen gepackt, Zimmer im Alex 13 reserviert, dem besten und billigsten Hostel in Stuttgart, nö, die zahlen mir nix für die Werbung, müsstens ja dumm sein, liest doch eh keiner, und das aus gutem Grund, weil es ja nämlich niemanden interessiert, Bahnticket gekauft und ab mit in den Zug (Ist DAS ein Satzbau, Genossinnen und Genossen!).

Wo war ich stehengeblieben? Achja:

TEIL 1, oder Stuttgarter Studenten pinkeln nicht in Hecken! :

Am Freitag also ab nach Stuttgart, denn am Samstag sollten die Epoxies in Tübingen spielen. Das ist jetzt etwa so logisch wie meine Rechtschreibung richtig, aber wenn ich schon ins Schwabeländle fahre, warum dann nicht gleich noch ein weiteres passendes Konzert mit ins Programm aufnehmen.

So traten im Stuttgarter UNIversum auf:


Erstmal aber vorab. In Stuttgart hab ich zwar schon einige Konzerte gesehen, war aber noch nie im UNIversum. Zu meinem Erschrecken lag das Teil völlig am Arsch der Welt. Erstmal also im Paulaner Restaurant in Stuttgart auf Kosten von Ulli Hoeness gestärkt und meine drei verbliebenen Gutscheine für jeweils eine Halbe vertrunken (Die waren noch vom Schalke Spiel über, nicht das jetzt jemand auf falsche Gedanken kommt. Aber die Eintrittspreise in diesem Scheissedreckestadion der Bayern sind eh zu teuer, da hab ich dann auch keine Skrupel diese Gutscheine dortdadrauf einzulösen, und bei nem geschenkten Bier schaut man halt bekanntlich nicht so genau auf den Geschmack...)

Egal, gehört jetzt nicht hierher, sollte aber noch Folgen haben. Ziemlich reichlich viel zu früh trat ich dann meine S Bahnreise zur genannten Station an. Weia, der wollte gar nimmer aufhören zu fahren, und so weit weg jeglicher Zivilisation war das ganze dann auch gelegen. Der Campus einer Uni, so wie man das aus den Ami Filmchen kennt, eine Welt für sich. Nur Studenten, gruselgrusel. Nunja, da auch Münchner Bier treibt musst ich mir dann eine wirkliche abgelegene Hecke suchen und prompt kommen dann doch noch irgendwelche Studenten vorbei und fangen hinter meinem Rücken (in diesem Fall auch besser so für sie) an über so ein Schwein zu meckern :-) Ham dann aber nix weiter gesagt, weil ich wohl zu böse aussah und definitiv nicht wie ein Student. Exmatrikulation (ich kenn vielleicht schmutzige Wörter!), also sinnlos, quasi...

Egal, erstmal war also total lange rumlungern angesagt, aber das kenn ich ja von meiner Arbeit... Drin im Laden muss ich sagen, gar nicht sooo schlecht. Aber riesig, viel zu riesig, und überall so Logen ähnliche Abtrennungen, irgendwie, also merkwürdig insgesamt, viel zu groß und vorallem zu teuer, aber das kennt man ja von Stuttgart. Der ersten Band dürfte letzteres kaum aufgefallen sein, denn die kommen aus der zweiten Schickimickistadt im Süden, München, und dort ist bekanntlich alles mindestens genauso teurer. Egal, Geiz ist für Technos die bei Mediamarkt CDs kaufen. Erste Band also:


Und meine Herrn und Damen, ich kann euch vielleicht sagen, die wissen wo Bartel Ramone den Most holt. Versetzt vielleicht mit einem weaseligen Schuß Parasites. Und so ein Lob verteil ich selten. Vielleicht verträgt es noch ein bisserl mehr von dem mehrstimmigen Gesang, sowas kommt immer überaus cool rüber, aber es wurd mir nie langweilig (Ich find nämlich das ist bei Bands aus dieser Ecke oft ne Gefahr. So gut das einzelne Liedgut auch sein mag, auf die Dauer kann immer das gleiche auch ermüden). Aber ich sag ja, war nicht. Deshalb haltet Ausschau wenn die auch bei euch in der Nähe auftreten. Publikum war leider noch etwas wenig da, vielleicht hatten die sich ja auch nur verlaufen, ich glaub eh das da sicher auch heute noch in irgendwelchen Gängen irgendwelche abgerissenen Gestalten rumirren die nach der Bühne suchen.






2. Band des Abends waren dann 200 Sachen aus Wiesbaden. Ja, inzwischen hab ich das Ox gelesen, hihihi, selten so gelacht über nen Verriss. Aber ich kann jetzt eigentlich erstmal zu dem Auftritt nix schlechtes sagen. Das ging schon gut voran und war hörenswert (die Texte versteht man ja nicht auf die sich in der „Kritik“ im Ox bezogen wurde). Gut, ne Platte würd ich mir von denen auch nicht kaufen. Die wirkten schon alle so ein wenig wie ich wär gern ein großer Popstar bei MTV mäßig. Aber okay für`n Liveauftritt allemal akzeptabel. Ich hab mich dann alllerdings ein, zwei mal lieber mit Bier eingedeckt als ganz vorne an der Bühne zu stehen. Ehrlich gesagt hatte ich immer auch ein bisserl Angst das aus der „Frisur“ des einen Typen plötzlich ein wildes Tier rausspringt....und Tiere mag ich eigentlich nur gebraten oder gerillt.



Das war mein Liebling. Der hat ständig photographiert und trug dabei schalldichten Hörschutz!





Wie dem auch sei. „Headliner“, wenn man das so sagen darf, waren dann die japanischen Mika Bomb.

Die Mädels waren NETT. Mehr aber auch nicht. Dummerweise war der Film in meiner Kamera dann aber ebenso voll wie ich, weshalb ich euch hier keine weiteren Photos präsentieren kann.


Aber wenigstens hab ich noch ein Bild vom gemeinsamen Deutsch-Japanischen Chor.

Aber nicht mal zu Ende sehen konnt ich den Auftritt, denn es galt die letzte S Bahn in die Stadt noch zu erreichen. Ich glaub kaum das ich von diesem gar garstig Ort sonst jemals wieder zurück gekommen wäre. Bin ich aber, und das war auch gut so, denn am nächsten Tag standen ja die EPOXIES auf dem Programm.

Mehr dazu nach einer kurzen Werbepause im

TEIL 2