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Da sage noch mal einer es gäbe nicht hin und wieder auch noch mal wieder was überraschendes zu sehen. War ich noch wenige Tage vorher restlos bedient vom Leatherface Auftritt im Zentralcafè, konnte mich dieser Abend restlos begeistern. Aber erstmal noch ein paar Worte zu Leatherface: Ich finde die Songs dieser Band ja eigentlich ziemlich schön, ein besseres Wort fällt mir da auch nicht ein. Hochmelodisch und im Kontrast dazu die rotzige Stimme. Doch an diesem Abend kam da irgendwie gar keine Stimmung auf. Es ging schon los mit einer grottenschlechten Vorband names Van Norden. Weia sag ich da nur. Studentischer Emocore ausgeprägtester Sorte. Gezuckel, Gefrickel, Geruckel, ein Rumgewurschtel der übelsten Sorte. Man kann es auch kürzer fassen, short and pregnant sozusagen: J A Z Z Dummerweise sind die mit keinem Song richtig zu Potte gekommen. Kein Anfang, kein Ende, keine Melodie, kein Rock, kurzum GARNICHTS, aber davon ne Menge und das laut. Ne ne ne, wer lässt solche Leute auf harmlose Konzertbesucher los? Und dabei bin ich schon im dritten Song geflüchtet um draussen Schutz zu suchen. Stellt euch mal vor ich hätte die bis zum Ende erleben müssen. Nimmer leben würd ich nicht, gewiss. Nun denn. Dann kamen also Leatherface. Man mag ihnen noch zu Gute halten das die erste Band beim Tonwixer offenbar auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben muss, denn der gute Man schien mir restlos taub geworden zu sein. Selten einen so quälenden Sound erlebt. Eine Bewegung mit der Gitarre und schon jaulten die Rückkoppler aufs allerfeinste. Ob das dann auch der Grund war weshalb der Auftritt eher lasch ablief mag ich nicht zu beurteilen. Bewegt hams sich aber nicht viel. Keine Ansagen, einfach so mal eben ziemlich lustlos vor sich hin gespielt. Das war auf jeden Fall eine nicht sonderlich unterhaltsame Veranstaltung.
Wie auch immer. Was ich ja hier eingentlich loswerden wollte ist doch eine Huldigung und Lobpreisung. Eine Ode der Freude an die Herren Shaggable Sluts. Ehrlich gesagt war mir diese Band bislang gar nicht bekannt, so war ich mir auch nicht sicher was mich an diesem Abend im KV erwarten würde. Auf meinem Weg Richtung Z Bau, nach noch spürbarem leichten Kater aus der vorausgegangenen Mainacht, ging ich festentschlossenen Schrittes mit dem Vorsatz zum Konzert, an diesem Abend nur leckeres Wässerschen zu trinken und schlechte Laune zu haben. Im Z Bau angekommen war mal wieder eine kleinere Hippiefete mit grauenvoller Open Air Musik im Gange. Also nix wie rein in den schnuckeligen Saal und an der Theke ein Bier geholt. Der Laden war zu diesem Zeitpunkt noch völlig leer und wären die Instrumente nicht schon aufgebaut gewesen hätte man denken können das da wieder ein Konzert ausfällt. Aber nix da. Viel mehr Leute kamen dann zwar auch nicht mehr (ich müsst mich schon schwer täuschen wenn da viel mehr als 10 Leute Eintrittspflichtig gewesen wären.)
Zu Beginn kamen Last to Go aus Holland zum Vortrage. Streetpunk nennt es die Kritik und das ist auch wohl so. Recht rockig auch, gute Stimme, nur den Junge mit der Gitarre tät ich auf längere Sicht irgendwann mal töten müssen. So zwischendrin schien da immer mal wieder der Led Zeppelin durchzukommen und er erging sich in Ansätzen nerviger Soli. DAS MUSS DOCH NICHT SEIN. Zum Glück gings dann aber immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Gut gefiel mir auch der häufige Chorgesang. Da konnten auch Kollege Led Zeppelin und der Lustknabe am Bass Punkte in der Haltungsnote gut machen. Ich würde den Auftrítt mal als muss man nicht, kann man aber immer wieder gerne einstufen. Nach 2 weiteren Bierchen (Wer kann denn schon bei der halben zu 1,50 EURO nein sagen), ging es mit den Shaggable Sluts weiter.
Allerfeinster 77 er UK Rotzpunk. Zum verrecken mölödiös, rhytmüsch, zuckig und zackig. Da möcht ich mal behaupten gibt es wenige Bands die da mithalten können. Ich muss zugeben, dass die das Zeug haben nach Renè Eijkelkamp meine neusten Lieblingsholländer zu werden. Da werden selbst die Bambix Schwierigkeiten haben ein Unentschieden auf eigenem Platz über die Zeit zu bringen. Dazu noch ein Sänger der in allerbester Holländischer Showmoderatorentradition das lichte Publikum zu unterhalten verstand. Ein illlegitimer Bastard aus dem Toilettenquickie von Lou van Burg und Linda de Mol. Keine Spur von Langeweile oder vielleicht auch Ärger darüber das zeitweise mehr Leute auf der Bühne waren als im Publikum. Ja so lob ich mir das, und müsst ich nicht langsam zu einem Ende kommen, so könnt ich noch stundenlang weiterschwelgen in den schönsten Lobpreisungen. FAZIT: Wehe ich erwische künftig jemanden dabei wie er ein Konzert Shaggable Sluts schwänzt!
Hier noch die Bilder (meine kleine Billigkamera scheint diesmal übrigens auf psychadelischem Tripp gewesen zu sein, die Farben ham aber doch was, oder?): |
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